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Ansprechpartner für betriebsärztliche Betreuung

Chrom-Nickel-Schweißen
Edelstahl beinhaltet aufgrund seiner Legierung einen variablen Anteil an Chrom, und Schweißer können diese Substanzen in Abhängigkeit von der Arbeitshygiene inhalativ aufnehmen, was zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. Kritisch sind insbesondere Chrom-VI-Verbindungen, die die Schleimhäute der Nase schädigen können und bösartige Erkrankungen der Lungen hervorrufen können.

Zudem können Schweißrauche zu obstruktiven Atemwegserkrankungen führen, vor allem wenn der Arbeitsplatzgrenzwert von 3 mg/Kubikmeter Luft überschritten wird. In diesem Fall wird gemäß Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV Anhang Teil 1) eine Pflichtvorsorge veranlasst, bei Unterschreitung des Grenzwertes eine Inhaltlich orientiert man sich, je nach Exposition, an den DGUV-Grundsätzen G15, G38 oder G39.

Der Betriebsarzt führt während der arbeitsmedizinischen Vorsorge neben einer körperlichen Untersuchung einen Lungenfunktionstest (Spirometrie) durch, um eventuelle  Lungenerkrankungen frühzeitig zu erkennen. Eine Besonderheit bei Schweißern ist, dass diesen – unabhängig vom Alter – gemäß aktuellen Empfehlungen der STIKO (Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts in Berlin) eine Impfung gegen Pneumokokken (Lungenentzündung) angeboten werden soll. Da es sich um eine beruflich indizierte Impfung handelt, übernimmt der Arbeitgeber die Kosten hierfür.