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Ansprechpartner für betriebsärztliche Betreuung

Chemie-Arbeitsplätze

Chemie-Arbeitsplätze (z. B. in Labor oder Industrie)

Beim Umgang mit Chemikalien kann es zu zum Teil schwerwiegenden Auswirkungen auf den menschlichen Körper kommen. Hierbei kommt es sowohl auf die Beschaffenheit der Chemikalie oder deren  Gemisch, die Expositionsart und Expositionsdauer an. Außerdem existieren individuelle Faktoren, die die Gefährlichkeit einer Chemikalie für den einzelnen Beschäftigten beeinflussen wie vorbestehende Erkrankungen.

Die in der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV Anhang Teil 1) in Verbindung mit der Gefahrstoff-Verordnung (GefStoffV) geregelte arbeitsmedizinische Vorsorge berücksichtigt je nach Substanz die wichtigsten Stoffwechsel-Organe (Leber, Nieren), die Blutbildung (Blutbild), Ausscheidungsorgane (Leber, Niere) und Hormone. Es kommen Pflicht-, Angebots- oder Wunschvorsorgen zum Tragen. Pflichtvorsorgen kommen vor allem bei Arbeitsplatzgrenzwert-Überschreitungen und bei Exposition gegenüber CMR-Stoffen zum Tragen.

Eine wichtige arbeitsmedizinische Maßnahme stellen hierbei die sogenannten Biomonitoring-Untersuchungen dar, bei denen die individuelle Belastung bzw. Beanspruchung des einzelnen Mitarbeiters ermittelt werden kann. Dieses ist zum Beispiel möglich beim Umgang mit Blei, Chrom, Nickel, Benzol, Xylol, Toluol oder Styrol sowie einer großen Anzahl anderer Substanzen.

Welche Besonderheiten hierbei beachtet werden müssen, klären wir gerne mit Ihnen im ausführlichen Gespräch.

Da Beschäftigte mit Chemikalien-Umgang häufig flüssigkeitsdichte Handschuhe als Persönliche Schutzausstattung (PSA) verwenden, ist eine Hautgefährdung infolge Feuchtarbeit meist ebenfalls vorhanden. Je nach Trage-Dauer dieser Handschuhe ist gemäß ArbMedVV Anhang Teil 1 zudem entweder eine Pflicht-oder Angebotsvorsorge zu diesem Anlass durchzuführen bzw. anzubieten. Diese orientiert sich inhaltlich am DGUV-Grundsatz G24 und beinhaltet neben einer ärztlichen Anamnese-Erhebung die Inaugenscheinnahme der belasteten Hände sowie eine Beratung über verhaltenspräventives Handeln.

Im Labor sind eine Vielzahl oft gefährlicher Substanzen für Synthesen oder Chemische Behandlungen vorhanden; die meisten Anwendungen finden allerdings unter dem Abzug statt.